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Berlins Kinos – Teil 3

April 5, 2010

Der letzte nachzuholende Bericht von letzter Woche.

Kino: Babylon in Kreuzberg

Das Kino liegt wunderbar zu erreichen an der U-Bahn Station Kotbusser Tor. Von dort sind es nur ca. 5 Minuten Fußmarsch. Auf dem Weg zum Kino ein in blauem Neonlicht gehüllter Schlund, der über eine steile Treppe in einen Glücksspiel Tempel führt. Direkt danach gehts durch eine pechschwarze Gasse, die erst ab der Hälfte dank eines Bewegungsmelders spärlich beleuchtet wird. Zumindest lauf ich jetzt nicht mehr Gefahr auf einen der Obdachlosen zu treten, die an den Seiten sitzen und nach Kleingeld fragen. Übrigens das gefühlte 20. Mal auf dem Weg zum Kino. Diesbezüglich stumpft man hier deutlich ab.
Dies ist bereits das zweite Kino der Kinogruppe Yorck nach dem Rollberg, welches ich besuche. Die Kinos haben eine interessante Filmauswahl mit hohem OmU Anteil und außerdem ist jeder 7. Film ist gratis. Das Kino sieht von außen nicht besonders spektakulär aus, hat aber den Charme der 50er Jahre. Die Inneneinrichtung wirkt ansprechend, der Kerl an der Theke ruft mir schon von weitem ein freundliches “Nabend!” entgegen. Ich bestelle ein preislich durchschnittliches Ticket und ein durchschnitts Bier und sitze wieder eine Weile im Foyer. Die Programmhefte der Yorck Gruppe beinhalten tolle Rezensionen. Zudem gibt es in einem Regal eine Auswahl von Independent DVDs zu durchstöbern. Super Idee!
Der Saal ist großräumig, hat aber eine tolle Atmosphäre. Diese Art von Kino würde ich am ehesten mit dem Begriff Lichtspielhaus in Verbindung bringen. Die Wände sind in Pastelltönen gestrichen, an der Decke eine Lichtinstallation. Gemütlich.
Die Hälfte aller Sitze ist besetzt. Viele Besucher sind alleine hier, was mir sehr sympatisch ist. Als es dunkel wird ist es ruhig im Kino. Die Trailerauswahl ist spitze und präsentiert 3 mir unbekannte Filme, von denen ich sicherlich 2 demnächst im Kino gucken werde.

Film: Crazy Heart OmU

“Well, the hooker thing is definately a lie!” – ein einfacher Gag, den Jeff Bridges aber so humorvoll rüber bringt, wie niemand sonst. Zugegebenermaßen der falsche Film, aber hier gilt das gleiche Prinzip. Crazy Heart hat kein besonderes Buch, ist kein Film mit vielen Überraschungen, Wendungen, einer ausgeklügelten Dramatik. Vielmehr ist er ein feel-good Movie, der grandios getragen wird von Bridges schauspielerischer Leistung. Der Film bietet viele tolle Momente. Ob humorvoll, wenn sich Mr. Bad Blake über einen geschenkten Whisky freut oder überlegt das Groupie von gestern nochmal anzurufen, traurig oder schön – Jeff Bridges in gewohnter Bestform.
Der bekannte Titel Song “Weary Kind” ist großartig, spielt im Film aber keine besonders große Rolle, zumal er dort von Colin Farrells Rolle gesungen wird, der schlicht und einfach die rauchige Stimme fehlt. Insgesamt bleibt Farrell sowieso sehr blass in diesem Film, wodurch die Substory zwischen Bridges und ihm fast belanglos wird. Umso stärker ist dafür die Beziehung zu Gyllenhaal. Bin ich zuerst noch verwundert über das schnelle Zueinanderfinden, gerät es im Laufe der Geschichte immer mehr in Vergessenheit. Es ist halt einfach so. Gleiches gilt für das Ende des Films.

2 Kommentare

  1. Wird Zeit fürs nächste Kino! Und jetzt erzähl nicht, du müsstest arbeiten oder so ein driss XD


    • Kommt am Wochenende und zwar ein gaaanz tolles, glaub ich :)



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